Anwalt Patientenrecht: Was muss ich wissen?
Um Patienten während einer Behandlung in einer Krankenanstalt, bei einem niedergelassenen Arzt oder einer anderen Einrichtung des Gesundheitswesens zu unterstützen und vor Behandlungsfehlern zu schützen, gibt es Patientenrechte.
Die Patientenrechte in Österreich sollen u. a. sicherstellen, dass eine medizinische Maßnahme nur nach der Einwilligung des Patienten erfolgt, Patienten vorab aufgeklärt werden und Einsicht in ihre Krankenakte erhalten.
Welche Patientenrechte gibt es?
Die Patientenreche sind in Österreich durch verschiedene Bundes- und Landesgesetze geregelt und in der Patientencharta übersichtlich zusammengefasst. Neben dem Recht auf Behandlung und Pflege gehören auch die Rechte auf Selbstbestimmung sowie Information bzw. Aufklärung zu den wichtigen Säulen der Patientencharta.
Daneben gibt es viele weitere Patientenrechte in Österreich wie z. B.:
- Recht auf Kontakt & Besuch
- Recht auf seelsorgerische & psychologische Unterstützung
- Recht auf Einsicht in die Krankenakte
- Recht auf Schmerztherapie
- Recht auf einen würdevollen Tod
Wann liegt ein Behandlungsfehler vor?
Ein Behandlungsfehler liegt vor, wenn Ärzte oder anderes medizinisches Personal bei u. a. Befunderhebung, Diagnose und Therapie unbegründet von den allgemein anerkannten medizinischen Regeln abweichen. Hat dieser Behandlungsfehler nachweislich einen Schaden für den Patienten zur Folge, hat dieser Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung für die Schäden.
Ein Rechtsanwalt für Patientenrechte in Österreich kann dabei helfen, einen Behandlungsfehler, daraus resultierende gesundheitliche oder finanzielle Schäden und einen Anspruch auf u. a. Schmerzengeld oder eine Verunstaltungsentschädigung zweifelsfrei nachzuweisen.
Wie hilft ein Anwalt für Patientenrecht bei Behandlungsfehlern?
Ein Rechtsanwalt für Patientenrecht weist den Behandlungsfehler und daraus resultierenden Schäden auf Grundlage der Krankenakte nach. Anschließend unterstützt er den Patienten bei der Durchsetzung einer Entschädigung (z. B. Schadenersatz, Verunstaltungsentschädigung oder Erstattung eines Verdienstausfalls).
Der Anwalt für Patientenrecht übernimmt die außergerichtliche Einigung über Patientenanwaltschaften bzw. Schlichtungsstellen oder die Verhandlungen mit der Gegenseite.
Ist keine außergerichtliche Einigung möglich, kann der Anwalt Zivilklage einreichen und die Rechte des Patienten vor einem Zivilgericht vertreten. Ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Behandlungsfehlers, stellt ein Anwalt für Patientenrecht den Anschluss an das Strafverfahren und die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen sicher.
Was kostet ein Anwalt für Patientenrecht in Österreich?
Die Honorarkosten eines Anwalts für Patientenrecht in Österreich sind im Rechtsanwaltstarifgesetz (RATG) geregelt und abhängig von der Höhe des Streitwerts und der Komplexität des Rechtsfalls. Die Stundensätze variieren dabei zwischen 250 und 450 €, es kann aber auch ein Pauschalbetrag festgelegt werden. Das Honorar für den Rechtsanwalt für Patientenrecht lässt sich zudem individuell vereinbaren.
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